FREIE WÄHLER: Bildungspolitik braucht Verlässlichkeit, langfristige Planung und die Stärkung wohnortnaher Angebote

Die Kreistagsfraktion der FREIE WÄHLER nimmt die Antworten des Schwalm-Eder-Kreis auf ihre schriftliche Anfrage zur geplanten Grundschule der Hephata-Diakonie zur Kenntnis.
Wir freuen uns ausdrücklich darüber, dass die Hephata-Diakonie eine neue Grundschule mit zunächst 40 Schülerinnen und Schülern eröffnen wird. Jede Investition in Bildung ist ein Gewinn für unsere Region. Es ist ein starkes Signal, wenn ein freier Träger Verantwortung übernimmt und das schulische Angebot vor Ort erweitert. Wir hoffen sehr, dass sich diese Schule positiv entwickelt und perspektivisch weiter wächst.
Die Antworten des Landkreises machen deutlich, dass von Seiten des Kreises keine organisatorischen Kooperationen geplant sind und im Vorfeld keine Abstimmungen stattgefunden haben. Umso mehr zeigt sich: Die Initiative zur Gründung dieser Schule ist eigenständig und aus eigener Überzeugung erfolgt. Das verdient Respekt.
Gleichzeitig bleibt für uns ein klarer Kritikpunkt bestehen: Die Schließung der Grundschule in Schwalmstadt Allendorf war aus unserer Sicht ein Fehler. Dieser Beschluss wurde von der Kreiskoalition unter Führung von SPD und FDP herbeigeführt – gegen erhebliche Bedenken vor Ort. Während nun eine neue Schule mit zunächst 40 Plätzen entsteht, wurde eine gewachsene öffentliche Schulstruktur aufgegeben. Das ist widersprüchlich.
Bildungspolitik braucht Verlässlichkeit, langfristige Planung und die Stärkung wohnortnaher Angebote. Die FREIE WÄHLER-Fraktion steht weiterhin für den Erhalt kleiner Schulstandorte, wo immer es pädagogisch und organisatorisch vertretbar ist. Kurze Wege für Grundschulkinder sind kein Luxus, sondern ein Stück Lebensqualität für Familien.
Wir werden die weitere Entwicklung konstruktiv begleiten. Unser Ziel bleibt eine vielfältige, starke und zukunftsfähige Schullandschaft im gesamten Schwalm-Eder-Kreis, so Engin Eroglu (Kreisvorsitzender FREIE WÄHLER Schwalm-Eder)