SPD und CDU fahren die Gesundheitsversorgung gegen die Wand

Die FREIE WÄHLER-Fraktion im Kreistag des Schwalm-Eder-Kreises übt scharfe Kritik an der Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie am Asklepios Klinikum Schwalmstadt zum 1. Januar 2027. Für den Fraktionsvorsitzenden Engin Eroglu ist dies nicht nur ein schwerer Verlust für die Region, sondern auch das Ergebnis jahrelanger Fehlentscheidungen von SPD und CDU auf Kreis-, Landes- und Bundesebene.

„Die Schließung der Geburtshilfe in Schwalmstadt ist ein schwerer Schlag für den gesamten Schwalm-Eder-Kreis. Wer Gesundheitspolitik ausschließlich nach Fallzahlen, Grenzwerten und Wirtschaftlichkeit ausrichtet, darf sich nicht wundern, wenn am Ende die Menschen die Leidtragenden sind. Das ist das Ergebnis einer Politik, die den ländlichen Raum seit Jahren vernachlässigt“, erklärt Engin Eroglu, Vorsitzender der FREIE WÄHLER-Kreistagsfraktion.

Nach Auffassung der FREIEN WÄHLER tragen insbesondere SPD und CDU die politische Verantwortung für diese Entwicklung. Während die Bürgerinnen und Bürger immer höhere Beiträge zahlten, verschwänden gleichzeitig immer mehr medizinische Angebote vor Ort. Krankenhäuser würden kaputt reformiert, statt gestärkt.

„Die Menschen haben genug von politischen Sonntagsreden. Sie erwarten Lösungen und keine Ausreden. Wer zulässt, dass Geburtshilfen, Notaufnahmen und Krankenhausabteilungen im ländlichen Raum geschlossen werden, verspielt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.

Mit dieser Politik treiben SPD und CDU immer mehr Menschen in die Arme der politischen Ränder. Wer den Alltag der Menschen ignoriert, stärkt am Ende die radikalen Kräfte – und genau das erleben wir derzeit überall im Land“, so Eroglu.

Die FREIE WÄHLER-Kreistagsfraktion fordert ein grundsätzliches Umdenken in der Krankenhauspolitik. Gesundheitsversorgung sei Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und dürfe nicht länger nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen bewertet werden. Bund und Land müssten endlich die besonderen Herausforderungen des ländlichen Raums anerkennen und Krankenhäuser entsprechend finanzieren.

„Es ist höchste Zeit, dass Politik wieder für die Menschen gemacht wird – und nicht für Statistiken und Rechenmodelle. Der Erhalt einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung muss oberste Priorität haben. Die Bürger erwarten entschlossenes Handeln und keinen weiteren Abbau ihrer Lebensqualität“, betont Eroglu abschließend.